Soll ich ein Gegenangebot von meinem derzeitigen Arbeitgeber akzeptieren?

Soll ich ein Gegenangebot von meinem derzeitigen Arbeitgeber akzeptieren?

 

Die meisten Recruiter werden schreien, NEIN! Und werden Ihnen Statistiken über die große Anzahl der Menschen zeigen, die dann doch innerhalb von 6 bis 12 Monaten ihr Unternehmen verlassen um ein Gegenangebot der Konkurrenz akzeptieren. Obwohl letztendlich viele ihre Firma dann doch verlassen, hängt es in der Realität von jeder individuellen persönlichen Situation ab.

Hier sind also einige Dinge/ Fakten, die Sie bedenken sollten, bevor Sie Ihre Entscheidung treffen.

  • Was hat Sie zunächst dazu veranlasst, sich nach einem neuen Job umzuschauen?
  • Geld? Benefits? Karrierefortschritt? Ein Umzug in eine andere Stadt? Die Büroumgebung? Die Art der Arbeit? Ihr Vorgesetzter? Oder vielleicht ganz andere Gründe…?
  • Was haben Sie versucht, um die Dinge, die Sie unglücklich machen bzw. gemacht haben, zu ändern?
  • Haben Sie mit Ihrem Chef gesprochen? Haben Sie nach einer Lohnerhöhung gefragt? Haben Sie gefragt, ob es möglich ist, eine andere Arbeits-Aufgaben zu bekommen? Oder für eine flexible Arbeitszeit? etc.

Wenn das nicht der Fall ist – vielleicht will Ihr Arbeitgeber ja die Chance einräumen, Dinge zu reparieren. Denn nachdem Sie mit Ihre Kündigung eingereicht haben, sind ihm bestimmt Uneinstimmigkeiten bewusst geworden.

Hier sind einige Dinge über die Sie noch einmal nachdenken sollten…

  • Warum haben Sie sich nicht wohl dabei fühlt, Ihrem Vorgesetzten früher davon zu erzählen?
  • Welche Situation ist höchst-wahrscheinlich: werden sich Gegebenheiten ändern, oder wird innerhalb von ein paar Wochen wieder alles beim Alten sein?
  • Wenn eine Beförderung oder eine Gehaltserhöhung angeboten wurde: Hätten Sie diese auch erhalten, wenn Sie nicht darüber gesprochen hätten zu kündigen? Was würde das nächste Mal passieren wenn Sie den nächsten Schritt in Ihrer Karriere machen wollen?
  • Schätzt Ihr Arbeitgeber Sie und Ihre Arbeit oder ist er mehr damit beschäftigt Mitarbeiterfluktuation so niedrig wie möglich zu halten?

(Denn, es ist billiger Ihnen eine Gehaltserhöhung anzubieten, als einen Ersatz für Sie zu rekrutieren und möglicherweise auszubilden!)

Falls Sie mit Ihrem Vorgesetztem darüber gesprochen haben, hat sich irgendetwas geändert? Und warum sind Sie noch immer so unzufrieden, dass Sie nach einem anderen Job suchen?

Noch ein paaar Dinge zum Nachdenken …

  • Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass die bisher leeren Versprechungen nun tatsächlich  eingehalten werden?
  • Auch wenn Sie mehr Geld angeboten bekommen haben, wie sieht es aus, wenn sich andere Dinge nicht ändern? Ist das Geld dann ausreichend um glücklich mit Ihrem Job zu sein?
  • Wenn sich andere Faktoren nicht ändern, was glauben Sie, wie fühlen Sie sich in 3, 6 oder 12 Monaten ?
  • Wie sehen Sie Ihre Perspektiven im Unternehmen über die nächsten 12 Monate?
  • Werden Sie wertgeschätzt? Was sind die wirklichen Motive hinter dem Gegenangebot?
  • Was werden Ihre Kollegen denken, wenn Sie über das Angebot erfahren?
  • Warum ist es notwenig, dass Sie über Kündigung sprechen, bevor Sie ernst genommen werden?

 

In jedem Fall…

Wie wird sich die Tatsache, dass Sie über Ihren Kündigungs-Gedanken gesprochen haben auf Ihr Arbeitsverhältnis und die Zukunftsaussichten in Ihrem Unternehmen auswirken?

Wenn Sie über einen Rücktritt nachdenken, insbesondere wenn Sie schlussendlich darüber sprechen, bedeutet dies in erster Linie, dass es einen Motor gab, der Sie dazu angetrieben hat etwas ändern zu müssen. Also haben Sie gehandelt und jetzt haben Sie ein Angebot eines anderen Unternehmens, dass Sie annehmen möchten!

Warum wollen Sie es? Wollen Sie es noch immer? Wie fühlt es sich an, „JA!“ zu sagen, zu dieser neuen Chance? Fühlt es sich gut und richtig an?

 

Also, ein letzter Gedanke …

Unter Berücksichtigung aller oben genannten Faktoren: Fühlen Sie das Gleiche, haben Sie den gleichen Effekt des „JA Faktors“, bei dem Gedanken, das Angebot Ihres aktuellen Arbeitgebers zu akzeptieren?

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