Skurrile Fragen im Bewerbungsgespräch

Bewerbungsgespräche können manchmal ganz schön schwer sein und sind für die meisten Bewerber ein Termin im Kalender, den man ganz schnell möglichst erfolgreich hinter sich bringen möchte!

Nun, machen Personalverantwortliche diese Situationen natürlich nicht viel leichter, denn Sie stellen Fragen über Fragen über einen selbst, relevante Berufserfahrungen und Fähigkeiten, wollen möglichst alles über persönliche Stärken und Schwächen, sowie Ihre Zukunftsvorstellungen wissen. Allerdings kann man sich auf solche wenigstens vorbereiten!

Dann gibt es aber Manager, die mit ganz besonders bizarren Fragen arbeiten, welche ganz und gar nichts mit Ihrer Stellenbeschreibung oder Ihrem Können zu tun haben und auf diese kann man sich dann eher weniger vorbereiten.

 

Warum also werden solche Fragen gestellt und was bezwecken sie? 

Vom Gesichtspunkt eines Managers sind Bewerbungsgespräche auch nicht das Wahre, denn Kandidaten machen ihre Hausaufgaben: sie schauen sich das Unternehmen von A bis Z an, können also jede Frage fast im Schlaf beantworten. Dann bereiten sie persönliche Fragen so gut vor und lernen die meisten Antworten auswendig, sodass manche Antworten sogar blind runtergerasselt werden können und zeigen sich dann meistens von deren besten Seiten.

 

Wie also erkennt man das wahre Gesicht eines Bewerbers?

Denn ein Personalchef möchte natürlich auch jemanden einstellen, der/ die ins Team passt und den Wert der Firma steigert; jemanden mit dem man Tag ein Tag aus zusammen arbeiten kann und deren Qualitäten schätzt.

Also kommt es nicht nur auf die Berufserfahrung an, sondern auch auf persönliche Qualitäten und Sichtweisen. Daher werden immer häufiger ein paar skurrile Fragen eingeworfen, um mehr über den Kandidaten zu erfahren und dessen Reaktionsfähigkeit und Denkweise zu testen.

Dies sind einige meiner Favoriten:

 „Es ist die Apokalypse, wie überleben Sie?“

„Würden Sie mit uns die 48-Stunden-Woche einführen?“

„Sie sind für einen Tag Bundeskanzler/in, was ist das erste, was Sie tun würden?“

„Wie viele Smarties passen in einen Smart?“

„Wenn Sie ein Superheld sein könnten, welche Superkraft würden Sie wählen?“

„Wer ist Ihre Lieblings Disney Prinzessin?“

„Nennen Sie fünf Verwendungen eines Tackers ohne Heftklammern.“

„Wenn Sie ein Microsoft Programm wären, welches würden Sie sein?“

 

Ähmm …?!?„, ist in der Regel immer die erste Antwort. Aber keine Panik – es geht dabei nicht über die Richtigkeit der Antwort, es sei denn vielleicht der Manager hat eine seltsame Vorliebe für Ariel ….

Ansonsten, sollen diese Fragen Ihre Reaktionsfähigkeit und Ihr analytisches Denken austesten. Nur so kann man Sie aus der Reserve locken um Ihre Kreativität in stressigen Situationen unter die Lupe nehmen … Denn die Antworten zu solchen Fragen sind meistens natürlicher und ehrlicher, und Ihr wahres Gesicht kommt kurz zum Vorschein.

Und seien wir mal ehrlich – die Antworten sind wahrscheinlich viel interessanter als „Ihre größte Errungenschaft“, die ohne Zweifel ein wenig geschönt ist und bis zum Erbrechen auswendig gelernt wurde.

 

Wenn Sie also eine Frage wie diese gefragt werden, was sollten Sie tun?

Nehmen Sie sich eine Sekunde zum Nachdenken und antworten einfach ehrlich, wie Sie es auch bei jeder anderen Interviewfrage tun würden. Es ist letztendlich nicht die Antwort die zählt, sondern eher die Art und Weise, wie Sie mit der Situation umgehen, wie Sie Ihre persönlichen Meinung zum Ausdruck bringen und Ihren Denkansatz erläutern.

 

Aber vergessen Sie nicht – ein Bewerbungsgespräch ist nicht nur für den Manager da, um herauszufinden ob Sie der passende Match für die Stelle sind, sondern Sie müssen letzten Endes auch sicher sein, ob Sie für die Person arbeiten können. Werfen Sie also ruhig Ihre eigenen Fragen ein um den potentiellen Arbeitgeber etwas auszutesten und sehen wie er/ sie damit umgeht!

 

 

 

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