9 klassische Fehler im Lebenslauf

Lebenslauf word cloudIrgendwann kommen wir alle mal zu dem Zeitpunkt an dem wir uns hinsetzten und diese zwei mühsamen Seiten über unsere bisherige Karriere zusammentragen müssen. Einen Lebenslauf zu schreiben ist zwar zeitaufwendig und erfordert viel Liebe zum Detail, aber es ist keine Hexenkunst!
Als Recruiterin bekomme ich Tag ein, Tag aus Lebensläufe zugeschickt und zwischen vielen professionellen, ist auch der eine mit kleinen Flüchtigkeitsfehlern oder ellenlangen Absätzen dabei, der schwer verdaulich ist.

Behalte im Kopf, dass die meisten Manager oftmals sehr beschäftigt sind und sich einem Lebenslauf daher nur einige Sekunden widmen. Deswegen sollte eine Bewerbung mit Lebenslauf auf den Punkt sein, kurz und knapp und möglichst fehlerfrei!

Hier einige Klassiker, auf die zu achten sind!

 

  1. Bedeutungslose Klischees

Ist dein Lebenslauf zugekleistert mit den allzu beliebten Buzzwords oder Klischees wie “motiviert mich zu verbessern”, „püntklich“, „teamplayer“? Wenn das der Fall ist, wäre es ratsam dieses zu ändern! Denn das Problem mit diesen Klischees ist, dass diese schlicht zu oft verwendet werden und es ist einfach nicht inspirierend immer und immer wieder die gleichen Phrasen zu lesen. Zudem, sagt es nicht wirklich viel über dich aus und Recruiter oder Personaler erhalten keinen wirklichen Mehrwert von diesen Informationen.

Wenn du zum Beispiel verdeutlichen willst, dass du ein hartarbeitender Teamplayer bist, dann versuchs doch Mal mit Beispielen, die dies untermauern. Dies können Situationen aus deinem letzten Job oder persönlichen Projekten sein, die deine bisherigen Erfolge als Teammitglied hervorheben.

 

  1. Schlechte Formatierung und schwer zu lesende Texte

Achte darauf, dass dein Text einfach zu lesen ist. Dies betrifft sowohl die Schreibweise, als auch die Formatierung. Denn wenn dein Lebenslauf zu überladen ist, können zwei Probleme auftauchen: Zum einen ist dieser anstrengend zu lesen und zum anderen kann dieser schnell lieblos wirken.

 

fehler im lebenslauf

Große, fließende Absätze sind schwer und anstrengend zu lesen und seinen wir mal ehrlich – die meisten Lebensläufe werden von Personalsuchenden aus Zeitgründen oft nur überflogen. Die Problemlösung sind ganz klar Stichpunkte und kurze Informationsabschnitte. Das erleichtert den Leser wichtige Punkte auszufiltern und Ihre Daten aufzunehmen.

Außerdem, versuch nicht die Schriftgröße zu verringern um Platz zu sparen, das kann schnell gequetscht wirken und wir wollen deine Informationen ja vermarkten! Also auch hier, verkürz die Textpassagen auf das Wesentliche.

  • Achte darauf, dass Abstand und Größe der Schrift passend sind
  • Achte auf eine ausreichend große Schrift!
  • Nutze keine langen Textabsätze
  • Konzentriere dich auf das Wesentliche

Denke immer daran, dass Personalsuchende in der Regel mehrere (manchmal hunderte) Lebensläufe täglich erhalten! Also versuche es denen so einfach wie möglich zu machen, deinem Lebenslauf genug Achtung zu schenken. Niemals vergessen: Der erste Eindruck zählt!

Also, mach es dem Leser einfach und liefere einen übersichtlichen, gegliederten Lebenslauf.

Wichtig ist, dass dieser all deine relevanten Karriereschritte kurz und knapp aufführt, um dich als Kandidat interessant zu machen! Um es strukturierter zu gestalten, sind optische Anker im Lebenslauf ratsam.

 

  1. Rechtschreib- und Grammatikfehler

rechtschreib fehler im lebenslauf

 

Ein weiterer leichtsinniger und wirklich vermeidbarer Fehler mit negativen Folgen ist Unachtsamkeit hinsichtlich Rechtschreibung und Grammatik. Ein Lebenslauf gespickt mit Schreibfehlern ist ein absolutes NoGo für Recruiter. Auch wenn einem solche Fehler selbst nicht auffallen, es wirkt nun Mal als ob derjenige nicht die entsprechende Mühe aufbringt. Am besten lässt du einen Freund oder Verwandten drüber schauen, der einen frischen Blick mitbringt und Fehler auffallen.

 

  1. Unprofessionelle Fotos

Traditioneller Weise legt man einem Lebenslauf ein Bewerbungsfoto bei, aber mittlerweile ist das bei den meisten Unternehmen nur noch obligatorisch. Wenn du jedoch ein Foto benutzen möchtest, dann achte darauf, dass du professionell aussiehst und zudem, dass es aktuell ist! Denn spätestens, wenn du zum Vorstellungsgespräch erscheinst wirst du dein wahres Gesicht zeigen müssen, also immer ein aktuelles Bild beilegen – Dank der heutigen Technologien ist dies ja wohl nicht mehr so schwierig.

 

  1. Unbegründete Lücken im Lebenslauf

Die Mehrheit kommt irgendwann in die Situation, Karrierelücken aufzuweisen, entweder nach dem Studium bzw. der Ausbildung, weil man traveln war oder sich eine Auszeit gegönnt hat. Wichtig ist diese immer zu begründen. Es ist kein Problem ehrlich zu sagen, dass du beispielsweise reisen warst oder persönliche Projekte in Angriff genommen hast, Hauptsache du kannst einen Grund nennen. Und manchmal kann dies auch das Gespräch auflockern, weil der Manager selbst schon im selben Land war oder die selbe Sportart ausübt, möglicherweise teilt ihr sogar das gleiche Hobby. Andererseits kann eine lange Reise an verschiedene Orte auch bedeuten, dass du proaktiv und flexibel bist und dich an verschiedenste Arbeitsweisen einfach gewöhnen kannst.

Wenn Du diese Lücken einfach kommentarlos belässt, dann hinterlässt dies meist einen schlechten ersten Eindruck; und die Unternehmen, bei denen du dich bewirbst, machen sich Gedanken, dass du für diesen Zeitraum einfach nichts gemacht hast, möglicherweise schlicht, weil du keinen Bock hattest.

 

  1. Zu viele Seiten & irrelevanter Inhalt

Mit der Flut an Bewerbungen, die Arbeitgeber für eine Position erhalten, ist es keine gute Idee, diese mit einem zu langen Lebenslauf zu überladen.

Die perfekte Länge hierbei sind 2 Seiten, um ausreichend Informationen über sich preiszugeben, aber gleichzeitig den Leser nicht zu langweilen oder es ihm unnötig anstrengend zu machen. Der Lebenslauf dient in erster Linie dazu, einen ersten Eindruck zu bekommen. Details zu deinen Jobs und jeweiligen Tätigkeiten kannst du dann im Gespräch einbringen.

Um einen Lebenslauf entsprechend zu kürzen, ohne dabei auf relevante Informationen zu verzichten, kannst du beispielsweise ältere Positionen, kleine Nebenjobs zu Schul- oder Unizeiten wegfallen lassen. Falls du viele Jobs aufweist, die bereits länger in der Vergangenheit liegen, brauchst du hierzu keine Detailangaben zu machen. In der Regel legen Recruiter Ihr Augenmerk in erster Linie auf die aktuellsten Jobs. 

Was du getrost weglassen kannst:

  • Deine Hobbys und Interessen (vor allem wenn du ohnehin schon knapp mit deinem Platz bist)
  • Vollkommen überholt sind ebenfalls Angaben zu Eltern und Geschwistern
  • Grundschulabschluss oder mehrere Schulen, weil du oft umgezogen bist, bzw. die Schule gewechselt hast. Interessant sind vor allem der höchste Bildungsabschluss und möglicherweise noch der letzte Abschluss davor.

Lasse nur das in deinem Lebenslauf, was wirklich relevant ist, vor allem hinsichtlich der Position auf die du dich bewerben willst. Du willst schließlich aufzeigen, dass deine bisherigen Jobs einen Mehrwert mitbringen und du bereits relevante Erfahrungen für den jeweiligen Bereich aufweisen kannst.

 

  1. Unprofessionelle e-Mail Adresse

fehler im lebenslauf

Da dein Lebenslauf ein professionelles Dokument darstellt, behandle es entsprechend!

Benutze also nicht die private e-Mailadresse mit deinem Jugendspitznamen, wie beispielsweise “crazygirl“ oder “sexydude”. Diese wirken unseriös und hinterlassen einen faden Beigeschmack.

Falls du über keine entsprechende einfache, professionelle e-Mailadresse verfügst, kreiere dir eine mit lediglich deinem Namen, z.B. [email protected] / [email protected] Das ist ja heutzutage schnell getan, unkompliziert und den Aufwand allemal wert, zudem sind die meisten e-Mailprovider auch noch kostenlos (Google Mail, GMX, Hotmail, etc.).

 

  1. Standardisierter Lebenslauf

Noch einmal: Der erste Eindruck zählt! Und Personalberater erkennen, wenn es sich um einen standardisierten Lebenslauf handelt, der an alle Unternehmen rausgeschickt wird am Fließband; oder ob sich ein Kandidat die Mühe macht, diese individuell zu gestalten. Vor allem wenn sich eine große Anzahl an Kandidaten für ein und dieselbe Stelle bewerben, sind die Standardbewerbungen meist die, welche als erstes rausfliegen. Achte sowohl in der Bewerbung, als auch im Lebenslauf darauf, dass du die Anforderungen der Stellenausschreibung mit integrierst. Sprich, kennzeichne beispielsweise entsprechende Weiterbildungen oder Auszeichnungen, die relevant sind und einen Bezug zur eingeschriebenen Position aufweisen.

 

  1. Unwahrheiten

Flunkereien, wie Angaben von Fremdsprachenkenntnissen, oder Key- und Softskills, die nicht der Wahrheit entsprechen, werden schnell entlarvt. In der Regel spätestens beim ersten Gespräch. Aber selbst wenn du dich durch den Bewerbungsprozess schmuggelst und eingestellt wirst, bist du deinen Job schnell wieder los, sobald das Unternehmen im Alltag festgestellt, dass du mit einen Fähigkeiten geflunkert hast.

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