Bitkom: 51 Milliarden Euro Schaden jährlich durch digitale Wirtschaftsspionage

51 % der deutschen Unternehmen waren bereits von Datendiebstahl, Sabotage oder Spionage betroffen. Besonders interessant für Angreifer ist der Automobilbau. Dies hat eine Umfrage des IT-Branchenverbands Bitkom ergeben.

Wirtschaftsspionage gilt bislang weitgehend als kriminelles Dunkelfeld. Dieses wird nun erstmals durch eine repräsentative Studie des Bitkom ausgeleuchtet, der dafür Führungskräfte und Sicherheitsexperten in 1074 Unternehmen mit mehr als zehn Mitarbeitern im Januar und Februar befragt hat. Dabei haben 51 Prozent der Teilnehmer angegeben, bereits von Datendiebstahl, Sabotage oder Spionage betroffen gewesen zu sein. Weitere 28 Prozent vermuten zumindest, dass es bei ihnen im Haus bereits zu einem solchen Vorfall gekommen ist.

Im mittelständischen Bereich ist die Gefahr von Wirtschaftsspionage etwas geringer ausgeprägt als bei größeren Konzernen. Betreiber kritischer Infrastrukturen wie Energie- und Wasserversorger, die Ernährungsindustrie oder öffentliche Einrichtungen sind aber nicht signifikant höher betroffen, sondern eher der Automobilbau mit 68 Prozent Ausspionierten. Es folgen die Chemie- und Pharmabranche sowie das Finanz- und Versicherungswesen. Die IT- und Telekommunikationsindustrie rangiert im Mittelfeld mit 52 Prozent.

23 Milliarden Euro Schaden durch Plagiate

Die Schäden belaufen sich nach Schätzung der Befragten auf einen jährlichen Schaden von 51 Milliarden Euro. Sie setzen sich insbesondere zusammen durch Umsatzeinbußen durch Plagiate (23 Milliarden Euro) und Kosten durch Patentrechtsverletzungen in Höhe von 18,8 Milliarden. Verluste durch Ausfall, Diebstahl oder Beeinträchtigen von IT-Systemen sowie Produktions- und Betriebsabläufen taxieren die Betroffenen auf 13 Milliarden Euro.

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